Kultureller Ausflug nach Mainz

[FR]

Photo de la Cathédrale de Mayence
Der Mainzer Dom – Copyright : Eloïse Itan

Am Donnerstag, den 11. Februar 2016, hatten die Studenten des Masters „Verlagsberufe“ der Universität Straßburg die Möglichkeit, nach Mainz im Bundesland Rheinland-Pfalz in Deutschland zu fahren. Dort nahmen sie als Publikum an einem auf Deutsch gehaltenen Vortrag von Charlotte Larat teil, besuchten das Gutenberg Museum und statteten dem Mainzer Münster einen kurzen Besuch ab.

Der Tag fing mit dem Vortrag « Glücklich in der zweiten Reihe » im Institut für Buchwissenschaften an. Diese Konferenz hatte als Hauptthema die Arbeit zwischen Autoren und Literaturagenten. Frau Charlotte Larat arbeitet selbst als Literaturagentin. Sie erklärt Autoren, wie es zur Publikation oder zur Auswahl eines Verlages kommt. Es ist schwierig für die Autoren, einen Verleger zu finden, um ihr “Baby” zu publizieren. Literaturagenten spielen in diesem Moment eine große Rolle, um die Autoren mit dem für sie passenden Verlag in Kontakt zu bringen. Sie stellen Verlagen die Buchideen vor und sorgen dafür, dass die Manuskripte zu den passenden Verlagen gelangen. In erster Linie sind sie dazu da, den Autoren ihr Selbstvertrauen wiederzugeben und sie zu ermutigen, dass ihr Projekt realisiert werden wird.

Camille, étudiante du Master, participe à la réalisation Copyright Anaïs Tomas
Camille T. mit unserer Führerin – Copyright : Anaïs Tomas

Danach besuchten die Studenten des Masters das Gutenberg Museum in Mainz. Wie der Name schon sagt, präsentiert das Museum das Leben von Johannes Gutenberg, dessen richtiger Name Gensfleisch war, und seine Erfindung: den Buchdruck mit beweglichen Lettern (Mobilletterndruck). Die Besichtigung begann mit einer kurzen Präsentation des Lebens der Drucker damals. Dann demonstrierte die Museumsführerin an einem Nachbau einer Druckmaschine, wie damals gedruckt wurde. Die erste Stufe war die Herstellung eines Stempels und einer Matrize. Der Stempel war ein Metallstück aus Stahl, an dessen Spitze eine umgekehrte Buchstabenform hervorgehoben war, um den Buchstaben auf die Matrize zu übertragen. Die Matrize ist, wenn man sie umdreht, der Abdruck des Buchstabens in der richtigen Richtung. Diese Matrize dient später als Gussform für eine Metalllegierung, die dann den endgültigen Letter darstellt, der in der Druckmaschine genutzt wird. Gutenberg verfuhr mit allen Buchstaben des Alphabets genauso und erhielt einen vollen Satz Buchstaben in beweglichen Lettern. Hat man einmal alle Lettern, werden diese gesetzt, also so angeordnet, dass sie effektiv, ergonomisch und produktiv genutzt werden können.
Der zweite Arbeitsschritt war eine Demonstration eines Drucks einer Seite der Bibel anhand des Drucks nach Gutenberg inklusive der Tinte und der Lettern.  Zuerst richtet man die Lettern so an, dass sie den gewünschten Text ergeben, dann wird mithilfe einer Rolle, Tinte über die Buchstaben gegeben. Anschließend wird ein Blatt darüber gelegt, in einen Rahmen gespannt, den man über die eingefärbten Zeichen klappt. Danach wird die Seite gedruckt. Sie wird durch die Platine nach unten gepresst, der Druck kommt durch eine zentral angebrachte Schraube, die man mit einem Querstück weiter anziehen kann.

Der Besuch des Museums endete mit der Präsentation von Manuskripten und Inkunabeln, die ersten von 1455 bis 1500 von Gutenberg und anderen Druckern gedruckten Bücher. Bücher wie der Mainzer Psalter, was ein Weltkulturerbe darstellt, sowie das Catholicon wurden gezeigt.

Um diesen schönen Tag in Mainz zu beenden, haben wir eine Führung im Mainzer Dom gemacht und einen Überblick über die Stadtgeschichte erhalten. Der über 1000-jährige Dom hat schon sieben Mal gebrannt und vereint in seiner Architektur verschiedene Stile, wie Romantik und Gotik. Das Gebäude wurde mit rosa Sandstein erbaut, was typisch für die Region ist, und das Fundament besteht aus Eichenholzsäulen, da diese auf dem sumpfigen Boden beständiger sind. Der Mainzer Dom stellt heutzutage ein Wahrzeichen der Stadt dar.

Geschrieben von Claire Lebreton, Übersetzung von Sandrine Libner

Wir bedanken noch Beate Martens für Ihre Präsentation des Museums.

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